Tradition und Geschichte

Wie alles begann…

Theodor Schmidt - Lehrmeister und späterer Schwiegervater

Theodor Schmidt – Lehrmeister und späterer Schwiegervater

Der Familiengründer Theodor Müller wurde am 6. Dezember 1862 als Sohn des Landsmannes Philipp Wilhelm August Müller in Bechtheim im Taunus geboren. Man schickte den eher schmächtigen Sohn nach der Schulzeit nach Wiesbaden in die Lehre zu dem bekannten Schuhmachermeister Theodor Schmidt, der in der Friedrichstraße seine Werkstatt hatte.

Theodor Müller, Firmengründer

Theodor Müller, Firmengründer

Meister Schmidt fertigte unter anderem für die Schwester von Kaiser Wilhelm I. Maßschuhe an. Theodor Müller, der sehr früh seine Meisterprüfung machte, konnte zu jener Zeit nicht ahnen, dass sein Lehrmeister dereinst Schwiegervater seiner Tochter werden sollte.

1887 heiratete Meister Theodor Müller die 22-jährige Christine Elisabeth Buhlmann aus dem Dorf Schmitten im Taunus. Sie war eine überaus fleißige Frau, mit natürlicher Autorität ausgestattet und es besteht kein Zweifel, dass sie in besonderer Weise die Geschicke der jungen Firma bestimmte und prägte.

Ehefrau Christine Schmidt, geb. Buhlmann

Ehefrau Christine Schmidt, geb. Buhlmann

Sie wollte nicht auf Dauer die Ehefrau eines Schuhmachermeisters bleiben und drängte auf die Eröffnung eines Geschäftes. Mit einem gezimmerten Schaukasten, in dem drei Schuhe Platz hatten, kündigte sich die Gründung des Schuhhauses Müller an.

Das Jahr der Firmengründung war das sogenannte „Dreikaiserjahr“. Der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II. bestieg den Thron, nachdem seine beiden Vorgänger, Wilhelm I. und Friedrich II. im gleichen Jahr gestorben waren. Die Geschäfte begannen um die Jahrhundertwende zu florieren und so langsam stellte sich bescheidener Wohlstand ein. Hatte man bis dato den Laden in gemieteten Räumen betrieben, so ergab sich 1905 die Gelegenheit, in der benachbarten Ellenbogengasse ein eigenes Haus zu erwerben.

Geschäftshaus in der Ellenbogengasse 10 in Wiesbaden

Geschäftshaus in der Ellenbogengasse 10 in Wiesbaden

Eigenes Patent

Theodor Müller, der Wert darauf legte, Schuhmacher und nicht Schuster genannt zu werden, beschäftigte sich in seiner Werkstatt nicht nur mit alten und getragenen Schuhen. Am 19.02.1912 wurde unter Nr. 532984 eine Erfindung von ihm im kaiserlichen Patentamt in Berlin eingetragen. Es ist eine Brandsohle mit Anordnung einer Versteifung zur Unterstützung des Fußes im Gelenk. Heute bezeichnet man diese Erfindung als hochgewalkte Brandsohle. Nach wie vor ist sie in vielen Schuhen zu finden.

Qualität. Schon immer.

Mittlerweile existiert das Schuhhaus Müller als Handelsunternehmen seit 125 Jahren und dürfte damit wohl das älteste in Wiesbaden befindliche Schuhgeschäft sein, das sich seit vier Generationen im Familienbesitz befindet. 2002 verstarb mit Frau Hildegard Schmidt die letzte Inhaberin der dritten Generation. Seit dem sind die Kinder Inhaber der Firma, die vom ältesten Sohn Wolfgang Schmidt geleitet wird. Auch heute ist müller der Garant für hochwertige Schuhe mit ausgezeichneter Passform.

Eine Spezialität sind modische Schuhe, in denen Einlagen getragen werden können. Eine solch große Auswahl wird man so schnell kein zweites Mal finden.

Als Mitglied der ANWR (größte Einkaufsgenossenschaft für Schuhe) bietet das Schuhhaus müller auch in der vierten Generation

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